Am 25. Juli 2021: Vom Kraichgau durch den Stromberg nach Talheim

Trotz durchwachsenem Wetterbericht machten sich 32 bestgelaunte Radler mit dem Bus der Firma Hochstetter auf die Fahrt nach Bretten. Nachdem die pfleglich verpackten Räder wieder ausgeladen waren, begann die Tour mit einer Runde durch die sehenswerte Altstadt.
An dem riesigen Werksgeländ „Neff“ vorbei ging es in das idyllische Salzachtal nach Ruit und weiter am Aalkistensee vorbei zum Elfinger Hof – heute eine Domäne des Landes Baden-Württemberg mit Landwirtschaft und Weinbau – früher im Besitz des Klosters Maulbronn.

Das Kloster – UNESCO-Weltkulturerbe seit 1993 – war das nächste Ziel. Hier gab’s aus dem Begleitbus, den die Firma Zweirad Probst zur Verfügung stellte, leckere Brezeln, gerauchte Würstchen und kühle Getränke. Vor der Weiterfahrt erfuhren die Radler Geschichten von der Klostergründung, von der Erfindung der Maultaschen und was es heißt, „den Löffel abgeben“ sowie von den berühmtesten Absolventen des hier ansässigen „Evangelischen Theologischen Seminares“ – nämlich Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse.

Nach Maulbronn ging es kurz bergauf zu einer kleinen Wasserscheide und danach fast nur noch bergab. Weinberge, Wälder, Wiesen, reife Kornfelder und die baumbestandene Metter wechselten sich ab. Die schmucken Weindörfer Zaisersweiher, Schützingen, Gündelbach und Horrheim wurden im Stromberg passiert. Anschließend öffnete sich die Landschaft, bei Sersheim, wo der Besenwagen wartete und dessen letzte Vorräte verteilt wurden.

Inzwischen hatte auch Petrus seine Schleusen geöffnet und beide Guppen wurden mit einem warmen Sommerregen begossen – die ersten zwischen Metterzimmern und Besigheim, die letzteren zwischen Schützingen und Sachsenheim. Doch gute Regenkleidung, Pausen unter Dach und der Sonnenschein auf der Weiterfahrt ließ alles wieder trocknen.

Über Besigheim, Walheim, Kirchheim und Lauffen führte die Tour auf allseits bekannten Wegen nach Talheim zurück. Obwohl es unterwegs nicht sturzfrei abging, musste niemand in den Besenwagen umsteigen. Alle kamen auf ihrem eigenen Rad nach knapp 70 km am Ziel der Tour an. Im TSV-Sportheim konnten die körperlichen Energiedepots wieder aufgeladen werden. Gemütlich saß man noch einige Zeit zusammen, ließ die Tour nochmals Revue passieren, um sich zu versprechen, bei der nächsten Tour unbedingt wieder dabeisein zu wollen.

Mit einem gegenseitigen Dankeschön ging man auseinander – an den Chefplaner Bernd Hönnige für die exzellente Organisation, an den Fahrer des Besenwagens Kurt Breischaft, unseren Busfahrer Jens Hochstetter, die Firma Probst für die Bereitstellung des „Besenwagens“ und natürlich an alle Teilnehmer für ihre stets rücksichtsvolle Fahrweise.

 

Text: Hermann Wilhelm                           Bilder in der Galerie: Günter Walch, Jana Geese, Hermann Wilhelm

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