Sonntagsradausfahrt ins Kraichgauer Hügelland

Nebelschwaden bei 5° C zogen über das Talheimer Tal, als sich mehr als zwei Dutzend Radler zum Verladen der Räder in den Busanhänger am 9. Oktober früh um acht Uhr auf dem Parkplatz an der Bachstraße trafen. Aber nicht nur die Meteorologen, sondern tatsächlich der Himmel versprachen einen sonnigen Herbstsonntag. Flott waren die Räder in den Anhänger verladen und der Bus geentert, dann ging die Fahrt los zum Sinsheimer Technikmuseum, dem Ausgangspunkt der diesjährigen Herbsttour des Arbeitskreises Radfahren.

Die Tour hatte der Kraichgauer Radler Hannes Lang geplant, der durch einen Unfall im heimischen Garten leider nicht mitfahren konnte. Nach der üblichen Einweisung durch den Tourguide Bernd Hönnige auf dem Parkplatz ging es bei strahlendem Sonnenschein dann sanft bergauf am Stadion und an Weiler vorbei nach Hilsbach, das die Gruppe mit Sonntagsläuten begrüßte. Typisch für den Kraichgau ging es anschließend hügelauf und hügelab nach Elsenz zum ersten Rastplatz am Elsenzer See. Überwiegend bergab führte danach die Strecke durch den Wald abwärts nach Tiefenbach. Der nächste Streckenpunkt verriet schon durch seinen Namen den längeren Anstieg nach Eichelberg hinauf. Durch den bunt werdenden Herbstwald radelte die gut gelaunte Gruppe überwiegend abwärts nach Odenheim, wo gerade ein Straßenfest stattfand. Von Odenheim aus zwang dann ein zwei Kilometer langer Anstieg so manchen Radler zum Benutzen der elektrischen Unterstützung Richtung Östringen, doch dann folgte eine fast fünf Kilometer lange Bergabstrecke bis in die Ortschaft hinein.

Abweichend von der ursprünglichen Planung fuhr man nach Östringen  durch den Wald und besichtigte am Wegesrand die Muttergottes-Grotte von Banneux in Belgien, wo zahlreiche Votivtafeln von der Wirksamkeit der „Mutter Gottes der Armen“ kündeten. Am Segelfluggelände Malsch vorbei gelangten die Radler zur Mittagspause in der Malscher „Reblaus“, wo schon die reservierten Tische auf die Hungrigen warteten. Für den Nachmittag blieben dann nur noch die knapp 25 Kilometer über Rettigheim, Mühlhausen, Tairnbach, Balzfeld und Hoffenheim zum Bahnhof Sinsheim.

Dennoch war auch dieser „Rest“ mit dem Kraichgau-Auf-und-Ab durch eine sonnige Herbstlandschaft abwechslungsreich und nicht ganz anforderungsfrei, durften die Radler doch Tairnbach über den Wallenberg mit einer ordentlichen Steigung umfahren, um danach nach der Unterquerung der Autobahn zwischen Balzfeld und Hoffenheim noch den letzten Anstieg zu bewältigen. Ab Hoffenheim war Erholungsradeln bis zum Bahnhof Sinsheim angesagt. Pünktlich zur vorgesehenen Zeit stand auch der Bus bereit, um Räder und Radler wieder zur Rückfahrt nach Talheim aufzunehmen. Und so endete die letzte große Sonntagsausfahrt des Jahres glücklich ohne nennenswerte Panne oder gar Sturz unfallfrei wieder am Ausgangspunkt der Tour.

Nicht nur die „alten Hasen“, auch Neulinge auf der Tour des Arbeitskreises Radfahren waren mit diesem Sonntag mehr als zufrieden. Der Arbeitskreis Radfahren bedankt sich bei allen Teilnehmern für die umsichtige und disziplinierte Fahrweise, das durchweg positive Feedback, dem Planer der Tour, Hannes Lang, den „Vortourern“ und natürlich auch dem Busfahrer Jens Hochstetter, der trotz eines kleinen Absturzes aus dem Anhänger souverän die Truppe hin und zurück brachte.

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